Neustifter Kirtag

Am 25. August 2014 wurde der kirchliche Höhepunkt des diesjährigen Neustifter Kirtags im Rahmen einer Feldmesse im liebevoll mit Blumen geschmückten Vorgarten des Heurigen Friseurmüller gefeiert. Glücklicherweise spielte das Wetter mit, was im heurigen eher verregneten Sommer keine Selbstverständlichkeit ist. Auch eine dunkle Wolke, die während der Messe über unsere Köpfe hinweg zog und Schlimmes befürchten ließ, verzog sich wieder und machte der Sonne Platz.
P. Philip hatte Herrn Diakon Dr. Anton Schmid aus St. Martin in Klosterneuburg eingeladen, der ausgehend von der Lebensgeschichte des hl. Rochus in seiner Festpredigt packende Bezüge zur heutigen Zeit herstellte. Eine Premiere war die musikalische Begleitung einer Blasmusikgruppe aus Bratislava, die Haydns Deutscher Messe einen würdigen Rahmen verlieh; berührend auch das zur Kommunion mit der Gitarre begleitete Lied: „In deinem Namen wollen wir, den Weg gemeinsam gehn mit dir” gesungen von Frau Kristin Steyskal. Zum Abschluss wurde von P. Philip mit den Reliquien der Pfarrpatrone der Segen erteilt und das Te Deum gesungen, worauf man sich mit der Musik und der Hauerkrone dem Festumzug mit dem Hiatabaum anschloss.
Schon vom Beginn des Kirtags am Freitag war wieder der pfarrliche Flohmarkt geöffnet, der von kaufwilligen Gästen regelrecht gestürmt wurde und ein gutes Ergebnis erhoffen lässt, das teils caritativen Zwecken teils der Pfarre zufließt. All den Damen und Herren vom Flohmarkt-Team unter der organisatorischen „Aufsicht” von Dr. Brigitte Trinkl, sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen, galt es doch schon ab Anfang Juli Gegenstände entgegen zu nehmen, zu sortieren und mit Preisschildern zu versehen, ganz zu schweigen davon, für vier Tage das „Verkaufspersonal” einzuteilen, was gerade in der Urlaubszeit nicht immer ein leichtes Unterfangen ist.
Während des Flohmarktes konnte man sich im Hof des Pfarrheimes bei Kaffee, Kuchen und anderen Köstlichkeiten stärken und sich so etwas vom Trubel des Kirtags erholen, gleichsam wie einer ruhigen Oase. Für das leibliche Wohl zeichnete Mag. Christian Dohlhofer mit seinen unermüdlichen, teilweise sehr jungen Helferinnen und Helfern verantwortlich – auch ihnen allen ein großes Dankeschön!
Auch die Möglichkeit der offenen Kirche am Samstag und Sonntag Nachmittag wurde von vielen Gästen gerne angenommen, die teilweise sehr lange verweilten, um zu beten oder den Klängen der leisen Kirchenmusik zu lauschen. Besonders freut es mich immer wieder, wenn Besucher unserer Kirche sich lobend über die stimmungsvolle Atmosphäre äußern oder dies oder jenes geschichtliche oder kunsthistorische Detail erfahren wollen. So ergeben sich nicht selten interessante Gespräche mit Gästen oder mit Bewohnern unseres Pfarrgebietes, die bislang noch keinen Anschluss an unsere Pfarrgemeinde gefunden haben.
Text: Christoph Natschläger

zurück