Führung durch den jüdischen Friedhof Währing
26. Juni 2018

Frau Mag.ª Tina Walzer, die Kennerin der österreichisch-jüdische Geschichte, führte auf Anregung von „Kultur & mehr für Alt und Jung” durch den jüdischen Friedhof.
Aufgrund der Sanitätsordnung Josephs II. mussten alle Friedhöfe Wiens innerhalb des Linienwalls geschlossen werden. Der Jüdische Friedhof Währing war nach seiner Eröffnung im Jahr 1784 die Hauptbegräbnisstätte der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Neben dem Sankt Marxer Friedhof ist er der letzte erhaltene Friedhof Wiens im Stil des Biedermeier.
Nach seiner Schließung in den 1880er Jahren mussten alle Wiener Verstorbenen am Zentralfriedhof beigesetzt werden. Den jüdischen Verstorbenen wurde das Areal beim 1. Tor zugewiesen. Nach der teilweisen Zerstörung während der NS-Zeit ist der jüdische Friedhof nur selten zu besuchen, da das vom Verfall bedrohte Areal sowohl von den Grabdenkmälern her als auch von der Bewachsung ein Sicherheitsrisiko für Besucher darstellt. Unsere Gruppe war etwas größer, da einige Teilnehmer nicht aus der Pfarre Neustift am Walde stammten.

Mag.ª Tina Walzer, in der Mitte auf Schirm abgestüzt
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