Reisebericht Indien
Februar 2019

Schon kurz nach seiner Ankunft in Neustift am Walde im Sommer 2017 unterbreitete Pater Reji den Vorschlag, den Neustifterinnen und Neustiftern seine Heimat Indien zu zeigen und begann sogleich mit der Planung. Von 1. bis 14. Februar 2019 war es dann soweit. Eine kleine Gruppe bereiste Indien, ein Land der Gegensätze. Hohe Gebirge und weite Ebenen, bittere Armut und unermesslicher Reichtum, bunte Gewänder verschiedenster Farben, sowie eine Vielzahl unterschiedlichster Religionen und Kulturen treffen hier aufeinander. Kulturelle Highlights wie das Raj Ghat - eine Mahatma Gandhi Gedenkstätte, der Lotustempel der Bahai, Swaminarayan Mandir - ein großer Hindutempel und das Sikh-Heiligtum Gurudwara Bangla Sahib in Delhi wurden besucht. Selbstverständlich durfte das Taj Mahal in Agra, ein Elefantenritt zum Fort Amber in Jaipur und der Maharajapalast in Mysore nicht fehlen. Auch in freier Wildbahn lebende Elefanten bekamen wohl viele zum ersten Mal zu sehen.
Die wahren Höhepunkte waren aber dennoch andere. Rejis Vorgänger, Pater Philip, wurde an seiner jetzigen Wirkungsstätte im Priesterseminar in Bangalore besucht. Auch die angeschlossene Schule und ein Kinderheim für rund 100 Kinder verschiedenster Konfessionen wurden gezeigt.
Eine romantische Bootsfahrt, vorbei an Palmenhainen und weiten Reisfeldern, durch die Backwaters von Kerala führte zum Haus von Pater Philips Schwester. Dort wurde man mit Kokosmilch, direkt aus der Nuss, Bananen und Ananas aus dem hauseigenen Garten, Kuchen und Torten verwöhnt.
Nicht weniger beeindruckend der Besuch von Udayagiri, einem kleinen Bergdorf in den Ghats, dem Geburtsort von Pater Reji. Der Gruppe wurde ein herzlicher Empfang bereitet und Rejis Mutter verwöhnte mit reichlich schmackhaften indischen Köstlichkeiten. Fast die ganze Familie war versammelt um alle zu umsorgen. Gestärkt ging es danach zur Sonntagsmesse in die kleine Pfarrkirche von Udayagiri, in welcher es nicht zuletzt wegen der Gäste aus Neustift eng wurde. Pater Reji zelebrierte im syro-malabarischen Ritus. Vor allem die Musik war es, die begeisterte. Meditative Klänge und erfrische rhythmische Gesänge ließen diesen Gottesdienst zu einem wohl gut in Erinnerung bleibenden Erlebnis werden.
Zwei wunderschöne Wochen in einem beeindruckenden Land! Ein großes Dankeschön an Pater Reji für die perfekte Organisation! Vielleicht ergibt sich ja wieder einmal die Gelegenheit weitere Schönheiten Indiens kennen lernen zu dürfen.

Feier der Sonntagsmesse im syro-malabarischen Ritus mit Pater Reji
in dessen Geburtsort im indischen Bundesstaat Kerala
In der Pfarrkirche St. Antony's Forane in Pazhuvil, wo Pater Reji früher
einmal Kaplan war, zelebrierte dieser eine Messe in deutscher Sprache.


Highlights Kinderheim NEST

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